Ein düsteres Rätsel ist der Ausgangspunkt für die neuerliche Kooperation zwischen dem Federseemuseum Bad Buchau und dem Theater Ulm: Im Fokus steht die mysteriöse Geschichte zweier Kinder, deren Schädel bei den legendären Ausgrabungen im Buchauer Ried 1928 gefunden wurden. Flankierend zur Sonderausstellung “Mord im Moor(?)“ bringt das Theaterstück nun die Menschen hinter den Funden auf die Bühne – und das gleich zweifach: Es geht um die Geschehnisse in der Bronzezeit auf der einen und um die „goldenen Zeit der Buchauer Ausgrabungen“ in den Zwanziger Jahren auf der anderen Seite:
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OBERSCHWABEN VOR 3000 JAHREN
Eine Frau beißt sich durch. Als Kind kam Sena in das Dorf am Federsee – die Arbeit ist hart, das Essen knapp und Freundschaft kann die Fremde nicht erwarten. Kein Wunder, dass sie dem Bronzegießer Faro nicht eben freundlich begegnet, als dieser sie kennen lernt. Er wird aus der verschlossenen Frau nicht schlau – bis er schließlich ihre Geschichte erfährt.
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OBERSCHWABEN 1928
Der junge Archäologe Hans Reinerth hat den spektakulärsten Fund seiner Zeit ausgegraben: Die Wasserburg Buchau. Er erregt die Aufmerksamkeit der Presse und der Öffentlichkeit, er steht kurz vor dem Durchbruch zu einer rumreichen Karriere. Da fällt ihm ein mysteriöser Fund aus der Bronzezeit in die Hände. Die Spuren zweier Kinder erschüttern Reinerths Gewissheiten. Was geschah vor 3000 Jahren am Federsee?
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OBERSCHWABEN 2010
"Science meets Art" könnte das Stichwort sein, unter dem sich Museumsleute und Theatermacher erneut zusammen gefunden haben. Das Ziel: eine Reise in die Vergangenheit! Wo das Vorgängerstück FISCHERGLÜCK und BIRKENPECH sich noch auf zwei Schauplätze beschränkte, spielen die Szenen von FEDERSEELEN nun im ganzen Federseemuseum. Das ist auch nötig, denn die Handlung spielt auf zwei zeitlichen Ebenen: Erzählt wird von den Ausgrabung der „Wasserburg Buchau“ durch den ebenso visionären wie streitbaren Archäologen Hans Reinerth in den 1920/30er Jahren, und von der Geschichte „wie sie wirklich geschah“, aus Sicht der Mutter der beiden getöteten Kinder. Zwei Schauspieler wechseln dabei nicht weniger als sechsmal zwischen den Zeiten und zwischen den Rollen, unterstützt von zwei Kindern, die das Publikum (ver-)führen.
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Aus den archäologischen Funden und forschungsgeschichtlichen Fakten wurde eine Geschichte entwickelt, die der Sonderausstellung “Mord im Moor(?)“ auf den Leib geschneidert ist. Gemeinsam mit Dr. Ralf Baumeister, dem Leiter des Museums, erarbeitete Schauspieldramaturg Michael Sommer vom Theater Ulm einen Text, der den Originalfunden von vor 3000 Jahren Leben einhaucht. Einmal mehr befruchten sich die wissenschaftliche Authentizität des Museum und der „menschliche Faktor“ des Theaters – und werden das Publikum begeistern.
Aufführungen 2010 am 9.Mai, 3.Juni, 27. Juni, 25.Juli und 26.September, jeweils 15 Uhr.
Das Schauspiel ist auch buchbar für Gruppen (Kosten: 350,- EUR/Gruppe zzgl. Eintritt, ohne Teilnehmerbeschränkung).
Vor den Aufführungen findet jeweils um 14 Uhr eine Führung durch die Sonderausstellung "Mord im Moor(?)" statt, die die Hintergründe des Theaterstücks beleuchtet.
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Zum Theaterteam
Eva Ellerkamp studierte Schauspiel an der Akademie für darstellende Kunst in Ulm und wurde 2002 ans Junge Forum des Ulmer Theaters engagiert (z.B. Effi in EFFI BRIEST, 2003). Seit 2004 ist sie als freie Schauspielerin tätig (u.a. Die Frau in BASH - STÜCKE DER LETZTEN TAGE, 2004). 2005 folgte ihr Regiedebüt am Ulmer Theater mit LÜG MIR DIE WAHRHEIT von Peter Pohl. Nach FISCHERGLÜCK UND BIRKENPECH wirkt sie zum zweiten Mal bei einem Theaterstück am Federseemuseum mit.
Jörg Zenker absolvierte ebenfalls sein Schauspielstudium an der Akademie für darstellende Kunst in Ulm. Es folgten Engagements im Freilandtheater Bad Windsheim, am Ulmer Theater und in der Theaterei Herrlingen. Er arbeitet zudem als Theaterpädagoge, ist Mitbegründer von „Werk 12“ (Kindertheater in und um die Ulmer Wilhelmsburg), und es besteht die Möglichkeit, dass man ihm in Ulm als Stadtführer, „Einstein“ oder „Schneider von Ulm“ begegnet.
Michael Sommer studierte in Freiburg und Oxford. Am Ulmer Theater inszenierte er 4.48 PSYCHOSE von Sarah Kane (Podium, 2005), HÄNSEL UND GRETEL (Großes Haus, 2005) u.v.m. Seit 2006 ist er als Dramaturg am Theater Ulm tätig, entwickelte 2007 das erste ArchäoTheater-Projekt im Federseemuseum und 2008 den Schlagerabend HEIMAT, DEINE STERNE im Podium des Theaters Ulm.
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Das Theaterprojekt wird unterstützt durch die LEADER-Aktionsgruppe Oberschwaben mit Mitteln der Europäischen Gemeinschaft und des Landes Baden-Württemberg.
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