21.5.-24.5. täglich 13.30 bis 16.30 ArchäoWerkstatt -aktives Ferienangebot
- am 3. September 2012
- von Federseemuseum
- in Veranstaltungen
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Die ArchäoWerkstatt im Federseemuseum ist in den Pfingstferien für alle Kinder und Erwachsene geöffnet. Hier heißt das Motto „ArchäoAktiv“ des offenen workshops, der zum Mitmachen, Anpacken und Dabei sein unter fachkundiger Anleitung angeboten wird.
Von Dienstag, 21.5. bis Freitag, 24.5. lädt das junge Museumsteam jeweils von 13.30 bis 16.30 die Museumsbesucher ein, vorgeschichtliche Werkzeuge und Techniken kennen zu lernen und selbst auszuprobieren. Hier wird die Prähistorie zum Greifen nah präsentiert. Kinder wie Erwachsene entdecken gemeinsam die Vorgeschichte, erfahren Wissenswertes und archäologisch Fundiertes zur Ernährung, Bekleidung und Töpferei unserer Vorfahren.
Gemeinsam werden authentische Materialien erkundet, alte Handwerkstechniken erprobt und eigene Werkstücke hergestellt. Reinschauen ins Federseemuseum und mitmachen – jeder Feriennachmittag ist hier ein spannendes Erlebnis.
Eine Anmeldung dafür ist nicht notwendig.
7. Oktober, 14 Uhr: ArchäoTheaterstück „KrimiZeiten – Aufruhr im Steinzeitdorf“
- am 30. August 2012
- von Federseemuseum
- in Veranstaltungen
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Das spannende Kindertheater spielt in der verwunschen Moorlandschaft des Federsees vor fast 6000 Jahren. Nachts, wenn scheinbar alles schläft, verschwindet immer wieder Vieh aus der Moorniederung. Die Dorfbewohner sind aufgebracht und misstrauisch zugleich. Wer oder was treibt hier sein Unwesen?
Kulisse bildet ein rund 150 Seelen zählendes Dorf am Südufer des Federsees, dessen Bewohner alles haben, was sie zum Leben brauchen und sich um nichts sorgen müssten, wären da nicht die Nebeldämonen und mysteriöse, gemeine Schurken.
Jamo, der reiche Viehbesitzer, in Doppelbesetzung gespielt von Jamie Carson und Lars Kalkul, gerät auch ins Visier der Ermittlungen, obwohl ihm unlängst sogar auch sein Vieh verschwunden ist und er für die Tatzeit ein stichfestes Alibi besitzt….
Archäologische Hintergründe und Fakten aus der Pionierphase der bäuerlichen Besiedlung am Federsee sind in das spannende Kriminalstück verwoben, das eigens für das archäologische Freigelände konzipiert wurde. Natürlich wissen wir nicht, ob es in dem jung steinzeitlichen Dorf am Federsee einen Viehbesitzer namens Jamo wirklich gegeben hat. Vielmehr steht Jamo für die vielen Erfindungen und innovativen Ideen, die sich zu Beginn der Jungsteinzeit im Zuge der bäuerlichen Wirtschaftsweise über Europa ausbreiteten.
Tierknochen zählen zu den häufigsten Funden in den steinzeitlichen Siedlungen. Die in Herden gehaltenen Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen lieferten den Siedlern nicht nur Fleisch, sondern auch wertvolle Rohstoffe wie Geweihe, Knochen, Felle und Sehnen. Doch erlaubten die vorerst eher kleinen Tierbestände nur eine geringe Deckung des täglichen Kalorienbedarfs; auch der Anteil von Milch, Käse und Wolle dürfte in dieser frühen Zeit noc
h gering gewesen sein.
Die Tiere wurden auf die Waldweide getrieben, offene Flächen als Grünland entstanden erst im Verlauf des 3. Jahrtausend v.Chr. Im Winter bekam das Vieh daher getrocknetes Laub von Eschen, Buchen und anderen Bäumen. Der geringe Nährwert des Laubheus und der enorme Aufwand bei der Tierhaltung limitierte die Größe der Herde erheblich.. Insofern wird der Viehbestand auch von Jamo nicht gerade groß gewesen sein. Aber je kleiner die Herden umso wertvoller möglicherweise die einzelnen Tiere … – insofern hat Jamo Recht, wenn er seine Rinder wie einen Augapfel hütet.
Musikalische Elemente kommen im neuen Theaterkrimi ebenfalls zum tragen: Mit modernen Instrumenten und Gesangspassagen werden Musik und Text zum integralen Bestandteil des Theaterstückes und bilden mit Gesangseinlagen eine Art Moderation zu den einzelnen Szenen. Insgesamt 75 Minuten dauert das Schaupiel an das sich um 15.30 eine Art „Nachlese“ anschließt, in der Einblicke in die Hintergründe des ArchäoTheaters und Informationen über Requisiten, Repliken und die archäologischen Funde und Fakten für die Besucher bereitgehalten werden.
30. August 14 Uhr: Exkursion zu den aktuellen Ausgrabungen nach Ödenahlen
- am 27. August 2012
- von Federseemuseum
- in Veranstaltungen
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Zu Gast im Welterbe – Exkursion zu den aktuellen Ausgrabungen nach Ödenahlen
Beginn der Veranstaltung ist am Donnerstag, den 30. August 2012 um 14 Uhr im Federseemuseum, die Eintrittskarte berechtigt zur Teilnahme an der Exkursion.
Im nördlichen Federseemoor sind in den vergangenen drei Jahrzehnten einige der bedeutensten jungsteinzeitlichen Moorsiedlungen Oberschwabens entdeckt und durch Sondierungen, Bohrungen und Ausgrabungen erschlossen worden. Neben großen Straßendörfern fanden sich hier auch Siedlungen bäuerlicher Spezialisten wie Viehzüchter und Leinenweber. Mit Alleshausen- “Grundwiesen“ und Ödenahlen- „Riedwiesen“ stehen seit Juni 2011 nun auch zwei dieser Moorsiedlungen auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.
Das Moordorf von Ödenahlen wurde bereits in den 1930/40er Jahren entdeckt und 1981 vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg erkundet. Damals fanden sich unter einer 1 Meter mächtigen Kulturschicht mehrere Häuser mit hölzernen Fußböden, Lehmestrichen und Herdstellen; selbst aufrecht stehende Wandteile waren an einigen Stellen erhalten geblieben. Die Siedlung, die kulturell zur „Pfyn-Altheimer-Gruppe Oberschwabens“ gehört und um 3700 v. Chr. datiert, war zusätzlich von einer Palisade umschlossen.
Inzwischen ist diese Siedlung durch Entwässerungsmaßnahmen in ihrem Bestand derart gefährdet, dass ein Programm zur Wiedervernässung der archäologischen Kernzone unumgänglich ist.
Am kommenden Donnerstag, dem 30. August 2012, bietet das Federseemuseum in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege seinen Besuchern die seltene Gelegenheit, im Rahmen einer rund zweistündige Busexkursion Einblicke in eine sonst unsichtbare Welterbestätte zu erhalten: Nach einer Einführung im Museum zur Siedlungsarchäolgie des 4. und 3. vorchristlichen Jahrtausends führt die Fahrt entlang der archäologischen Fundstätten im südlichen Federseemoor nach Ödenahlen, wo neben den Mitarbeitern des Landesamtes zur Zeit auch 11 Studenten eines internationalen workshops tätig sind. Über die aktuellen Grabungsergebnisse berichtet vor Ort der Grabungsleiter.

