Das Federseemuseum
Freigelände
Freigelände
Zwischen 1998 und 2000 sind durch die Zusammenarbeit von Archäologen und Handwerkern ein Dutzend Häuser und Hütten nach prähistorischen Vorbildern entstanden, denen allesamt Ausgrabungsbefunde aus Moorsiedlungen und Pfahlbauten der Gegend zugrunde liegen. Die nun rekonstruierten Dorfausschnitte zeigen den Alltag unserer urgeschichtlichen Ahnen von der Jungsteinzeit bis in die späte Bronzezeit, ca. 4000 bis 800 v.Chr. Zusammen mit den Dauer- und Wechselausstellungen des Museums eröffnet das neue Freigelände einen einzigartigen Einblick in das Leben der Steinzeit Oberschwabens - nicht nur in Vitrinen, sondern zum Anschauen, Begehen und Anfassen.

Bei den Bauarbeiten kamen urzeitliche Techniken und authentische Materialien zum Einsatz. So wurden etwa - neben Lehm, Schilf und Stroh - 2000 laufende Meter Stammholz, 230 m² Rindenbahnen und 10 km Seile verwendet. Zusätzlich zu den Originalfunden im Museum bietet sich nun die Chance, auf dem archäologischen Freigelände auch Einblicke in die Architektur, das Zusammenleben und die Arbeitsweise der Menschen in der Stein- und Bronzezeit zu erhalten. Verschiedene Häuser und bestimmte Außenbereiche sind museumspädagogischen Projekten und handlungsorientierten Vermittlungsangeboten vorbehalten, darunter Aktionen zum Holzhandwerk, zum Fischfang, zur Ernährung und Vorführungen urgeschichtlicher Handwerkstechniken.
Freigelände
Kochen
Hausbau
Experimentelle Archäologie
Das neue Freigelände eröffnet dem bewährten Konzept einer erlebnisorientierten Archäologie neue Möglichkeiten. An den Wochenenden und in den Ferien finden täglich Aktionen und Vorführungen statt, die die ganze Bandbreite eines "lebendigen Museums" zeigen, vom Bronzeguß bis zur Steinzeitwerkstatt.
 Archäologischer Moorlehrpfad
Eine ideale Ergänzung bietet der Besuch des am Museum beginnenden archäologischen Lehrpfades zu den Moorsiedlungen im südlichen Ried. Hier erfährt der Wanderer anhand ausführlicher Informationstafeln und Teilrekonstruktionen von Gebäuden und Palisaden Wissenswertes zur Natur- und Landschaftsgeschichte des Federsees.
Palisade Siedlung Forschner
An originaler Stelle wieder aufgebaut:
Die Palisade der frühbronzezeitlichen 'Siedlung Forschner'.


Töpfern
 Prähistorisches Handwerk - lebendig inszeniert: Grubenbrand im Freigelände des Museums


Seit der Eröffnung des Freilichtbereiches bietet das Federseemuseum Einblicke in einen Bereich, der den Brückenschlag zwischen archäologischer Theorie und handwerklicher Praxis in der Ur- und Frühgeschichte versucht: die Archäo-Technik. Sie ermöglicht auf der Basis einer Vielzahl von wissenschaftlichen Experimenten eine handlungsorientierte Präsentation archäologischer Themen und Sachverhalte, die dem zunehmenden Wunsch nach dem "lebendigen Museum" Rechnung trägt. Durch Vorführungen prähistorischer Techniken, teils unter Einbeziehung des Publikums, lassen sich die Ergebnisse archäologischer Forschung "hautnah", begreifbarer und anschaulicher vermitteln, als es im herkömmlichen Vitrinenmuseum möglich ist.
 Aktionen und Vorführungen im Freigelände
  • Steinbearbeitung und Holzhandwerk
  • Bronzeguss und Schmiedetechnik
  • Töpfern und Brennen
  • Fischen und Jagen mit Bogen und Speer
  • Mode durch die Jahrtausende
  • Musik auf prähistorischen Instrumenten
  • Einbaum fahren auf dem Museumsteich
  • Kulinarisches aus Erdgrube und Lehmofen
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