Vom 8. August bis 6. September wird das Freigelände zur lebendigen Baustelle. Von montags bis freitags entsteht vor den Augen der Besucherinnen und Besucher ein rekonstruiertes Haus der UNESCO-Welterbesiedlung aus Alleshausen nach archäologischen Erkenntnissen. Wer selbst Hand anlegen möchte, kann gleich bei einem anderen Bauprojekt mitmachen: Ab dem 8. August (täglich 13–16 Uhr) wächst durch fleißige Helfer ein Modell des zeitlgeich steinzeitlichen Dorfes aus dem benachbarten Seekirch im Maßstab 1:20. An verschiedenen Tagen zeigen Archäotechnikerinnen und Archäotechniker außerdem, wie vor 5.000 Jahren Häuser gebaut, Werkzeuge gefertigt, Flachs verarbeitet, gewebt und Fischernetze hergestellt wurden.
Heute im Programm:
13-17 Uhr, Vorführung: Von der Leinpflanze zum feinen Stoff
Passend zur Welterbesiedlung Alleshausen-Grundwiesen, deren Bewohner schon früh Arbeitsteilung betrieben und auf den Anbau und die Verarbeitung von Leinen spezialisiert waren, zeigen Leinbäuerin Regina Lutz und Gwen Bucher, wie vor 5.000 Jahren aus Flachspflanzen feinster Leinenstoff wurde.
2011 wurden 111 Fundstellen der "Prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen" von der UNESCO zum Welterbe ernannt, darunter auch vier Siedlungen vom Federsee. Eine dieser Siedlungen ist der rund 5000 Jahre alte Weiher von Alleshausen-Grundwiesen, welcher saisonal besiedelt wurde. Menschen kamen im Frühjahr und Sommer hierher um Lein anzubauen und diesen weiterzuverarbeiten. Damit ist diese Siedlung einer der seltenen Nachweise für eine erste Spezialisierung in der Steinzeit. Living-History Akteurin Gwen Bucher und Mitarbeiterin Regina Lutz nehmen diesen Faden auf und zeigen, was in Alleshausen-Grundwiesen getan wurde.
Regina Lutz, selbst seit Jahren in Alleshausen als Leinbäuerin tätig, zeigt, wie aufwendig die jungsteinzeitliche Herstellung von der Pflanze zum Stoff ist. Was die Begriffe Brechen, Hecheln und Spinnen dabei wirklich bedeuten wird nicht nur erklärt, sondern auch auf unterhaltsame Art und Weise gezeigt – Mitmachen inklusive! Unterstützt wird sie dabei von Gwen Bucher, die den Faden aufnimmt und verschiedene Webtechniken präsentiert.
13-16 Uhr, Mitmachaktion: Ein Steinzeitdorf im Mini-Format
Direkt neben der Großbaustelle entsteht gemeinsam mit unseren Besucherinnen und Besuchern eine steinzeitliche Nachbarsiedlung aus Seekirch im Maßstab 1:20. Vor allem Kinder sind eingeladen, Haus für Haus mitzubauen und das Dorf Stück für Stück wachsen zu lassen.
15 Uhr, öffentliche Führung:
Beim geführten Rundgang können Interessierte um 15 Uhr im archäologischen Freigelände mehr über das wechselvolle Leben in der Stein- und Bronzezeit erfahren.
13.30 - 16.30 Uhr, Aktivprogramm:
Wer es lieber aktiver mag, kann von 13.30 bis 16.30 Uhr das Speerschleudern mit der eiszeitlichen Speerschleuder ausprobieren oder sich (im Wechsel) mit dem Einbaum auf dem Museumsteich fahren lassen.
Diese Veranstaltung wird gefördert durch

