5000 Jahre Hightech-Stoffe - steinzeitliche Leinverarbeitung Archäologie Live

Sonntag, 06.09.2026, 13:00 - 17:00 Uhr
Ein Mädchen sitzt in steinzeitlicher Kleidung auf dem Boden und bearbeitet Lein.

2011 wurden 111 Fundstellen der "Prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen"  von der UNESCO zum Welterbe ernannt, darunter auch vier Siedlungen vom Federsee.  Eine dieser Siedlungen ist der rund 5000 Jahre alte Weiher von Alleshausen-Grundwiesen, welcher saisonal besiedelt wurde. Menschen kamen im Frühjahr und Sommer hierher um Lein anzubauen und diesen weiterzuverarbeiten. Damit ist diese Siedlung einer der seltenen Nachweise für eine erste Spezialisierung in der Steinzeit. Weberin Hildegard Igel und Mitarbeiterin Regina Lutz nehmen diesen Faden auf und zeigen, was in Alleshausen-Grundwiesen getan wurde.

Regina Lutz, selbst seit Jahren in Alleshausen als Leinbäuerin tätig, zeigt, wie aufwendig die jungsteinzeitliche Herstellung von der Pflanze zum Stoff ist. Was die Begriffe Brechen, Hecheln und Spinnen dabei wirklich bedeuten wird nicht nur erklärt, sondern auch auf unterhaltsame Art und Weise gezeigt – Mitmachen inklusive!

Wer weiterhin die Vorgeschichte aktiv erleben möchte, kann von 13.30 – 16.30 Uhr mit dem Speerschleudern eine eiszeitliche Jagdmethode ausprobieren oder bei der Tour mit dem Einbaum erkunden, wie es ist, mit einem Boot nach steinzeitlichem Vorbild gefahren zu werden. 

Um 15 Uhr findet zudem eine öffentliche Führung durch das Freigelände statt, bei der das wechselvolle Leben in der Stein- und Bronzezeit beleuchtet wird.

Diese Veranstaltung wird gefördert durch